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Autark, innovativ und mitten in der Natur

Nachhaltigkeit, die Reduktion des CO2-Fußabdrucks, autarkes Leben und alles zusammen inmitten der Natur, im Wald, im Gebirge oder am Wasser und an der Küste - das hat was, will aber genau überlegt sein.

Nachhaltigkeit, die Reduktion des CO2-Fußabdrucks


Innsbruck - Dominic Bradbur­y gibt in seinem Buch "Off" einen sehr weit gefassten Einblick in das Thema des autarken Wohnens fernab von Städten und damit oft meilenweit entfernt von jedweder Infrastruktur. Nicht jeder­manns Sache, aber zweifellos mehr als nur einen Blick wert. Man muss ja vielleicht nicht das gesamte Programm umsetzen, manchmal genügen auch einzelne Aspekte und Ideen. Wohnen ist und bleibt letztlich eine sehr persönliche und individuelle Sache.

Off also. Ein Haus in der freien Natur. Dank neuesten Techniken und aktuellem Design sind auch solche Häuser, vielleicht sogar gerade solche Häuser, extrem fortschrittliche Refugien. Egal ob gläserne Schlafbox, Holzhütte im Nirgendwo, archaischer Betonbau in der Wüste oder ein Steinkubus mit viel Glas am Ende der Welt: Reduktio­n ist angesagt, nicht selten fließen Innen und Außen ineinander über und eigentlich immer wird die Landschaft über großformatige Fenster ins Haus geholt - es ist nie nur einfach ein imposanter Blick auf eine atemberaubend­e Landschaft.

Wie Landart-Skulpturen geben sich etwa zwei Hütten in Neuseeland, die sich wunderbar in die hügelige Landschaft einpassen und deren Außenhaut aus angekohltem Zedernholz ganz laut Reduktion schreit, nur marginal durchbrochen von großen Fenstern und Türen. Innen ist eine Hütte mit Sperrholz verkleidet, die andere ebenfalls schwarz; beide sind komplett autark mit Solarmodulen und gesammeltem Regenwasser. Die Dusche ist im Freien und das Altwasser wird zusammen mit den Klärrückständen im Zuge eines Anpflanzungsprojektes verwertet.

Ein ganz anderes Erscheinungsbild hat ein Beispiel aus Spanien. Ein Steinhaus in den Bergen, dessen Öffnungen wie Scheunentore daherkommen und einen atemberaubenden Blick über ein ganzes Tal gewähren. Das Haus wurde aus recycelten Steinen aus der Gegend erbaut und steht mit dem Rücken so zum Hang, dass der Zwischenraum wie ein schattiger Lichtschacht funktioniert. Für das autarke Leben ohne Netzanschluss sowie mit nachhaltigen Wasser- und Energieversorgungen musste man sich notgedrungen auf Grund der isolierten Lage in der Extremadura entscheiden.

Eines der rudimentärsten Beispiele findet sich in Oregon, in den USA. Eine kleine Holzklause, die so auch überall bei uns stehen könnte, auf einer kleinen Wiese, mitten zwischen Wäldern. Neun Quadratmeter mit einem integrierten Schreibtisch und einem integrierten Bodenfenster, durch das man sogar das Getier unter der Hütte beobachten kann. Die ökologische Komplexität des Areals war den Bauherren wichtig, weshalb sie auch die Autarkie so forcierten, dass die Umgebung in höchstem Maß unbeeinflusst blieb. Regenwasser wird in einem Trog gesammelt und Licht spenden Kerzen und eine Öllampe. Reduzierter geht es wohl nicht. Hier, wie auch bei allen anderen Objekten, spielt übrigens auch immer ein hoher meditativer Faktor eine Rolle. Was die harten Fakten betrifft, schließt Bradbury das Buch mit einem „Off-Guid­e", der alle notwendigen Aspekte beleuchtet und eine gute Einführun­g in das Thema ist. Die Palette reicht von den notwendigen Strukturen über die Art, wie man vorgehen sollte, um Lebensräume schonend zu erhalten; es geht um Materialwahl, passive Energiegewinnung, aber auch um die Themen Wasser und Abwasser sowie die Landschaftsgestaltung im Umfeld der Häuser, quasi um den großen Outdoor-Raum, der naturnah gestaltet werden muss, um nicht die grundsätzliche Idee zu konterkarieren.

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