Sauber, sparsam, smart: Tipps zum Kauf einer Waschmaschine
Bei der Suche einer passenden Waschmaschine gilt es herauszufinden, welches Modell überhaupt infrage kommt.
Innsbruck – Beim Kauf einer Waschmaschine sind verschiedene Aspekte zu beachten, wie Beladungsmenge, Modelltyp, Waschhäufigkeit, Wäscheart, Gerätefunktionen, Energieeffizienz, verfügbarer Platz und Haushaltsgröße.
Auf die Größe kommt es an
Die Wahl zwischen Toplader und Frontlader ist entscheidend, ebenso wie die richtige Trommelgröße und der passende Standort. Toplader sind schmaler und haben kleinere Trommeln, geeignet für Haushalte mit ein bis zwei Personen. Frontlader fassen acht bis neun Kilogramm Wäsche, ideal für Familien. Große Trommeln sind effizienter, da sie weniger Strom und Wasser pro Kilogramm Wäsche verbrauchen.
Das Energieeffizienz-Label hilft beim Kauf einer Waschmaschine, indem es zeigt, wie energieeffizient und leise das Gerät arbeitet und wie viel Wasser es verbraucht. Seit März 2021 gibt es neue Energieeffizienz-Klassen von A bis G, wobei A für besonders energiesparsame Produkte steht. Die meisten Waschmaschinen fallen inzwischen in die Klassen A bis C.
Drehzahl ist nicht alles
Außerdem steht auf dem Label die Schleuder-Effizienzklasse. Auch sie wird mit A bis G bewertet – und gibt an, mit welcher Effizienz die Waschmaschine die Feuchtigkeit aus der Wäsche entfernt. Dazu erklärt Claudia Oberascher, Fachgebietsleiterin bei der HEA – Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung: „Eine gute Schleuderklasse wird dann erreicht, wenn die Maschine nach einem Schleudergang mit 1400 oder 1600 Umdrehungen pro Minute möglichst wenig Restfeuchte in der Wäsche hinterlässt.“ Allerdings nennt die Schleudereffizienz nur den Spitzenwert. Man sollte aber nicht allein auf die Drehzahl achten, sondern auch auf die Schleuderwirkung, denn nicht jede Maschine schleudert mit der angegebenen Drehzahl. Der Vorteil einer gründlich geschleuderten Wäsche: Sie braucht im Anschluss weniger Zeit und Energie beim Trocknen im Wäschetrockner.

Die Größe der Waschmaschine muss zum Haushalt passen.
An Lautstärke denken
Ein anderer Parameter, auf den Käufer achten sollten, ist die Lautstärke der Maschine. „Vor allem, wenn das Gerät in der Küche oder im Bad steht, ist es angenehmer, wenn es leise arbeitet“, gibt Oberascher zu bedenken. Bei Waschmaschinen, die weit entfernt vom Wohnbereich stehen, etwa im Keller oder in einer Waschküche, sei die Geräuschdämmung nicht so entscheidend. Als grobe Orientierung: Leise Maschinen weisen der Verbraucherzentrale zufolge einen Lärmpegel beim Waschen von weniger als 50 Dezibel und beim Schleudern von weniger als 75 Dezibel auf.
Langlebigkeit zählt
Das Ziel der Entwickler ist es immer, energiesparende Geräte herzustellen, die möglichst wenig Wasser und Waschmittel verbrauchen, leise sind und Textilien schonen. „Auf diesem Weg gibt es durchaus Erfolge“, so Oberascher. „Mit Programmen, die auch bei niedrigen Waschtemperaturen saubere Ergebnisse liefern“, könne man den Energieverbrauch etwa reduzieren. Oberascher rät Verbrauchern, sie sollten beim Kauf auf Qualität und Nachhaltigkeit setzen. Vor allem Markenhersteller achten auf Langlebigkeit ihrer Geräte und legen viel Wert auf einen guten Kundendienst.
Wenn etwas kaputtgeht, sollten Verbraucher zunächst aber prüfen, ob eine Reparatur möglich ist. Denn mittlerweile sei auch per EU-Verordnung geregelt, dass wichtige Ersatzteile für eine Reparatur zehn Jahre lang nach dem letzten Maschinenverkauf erhältlich sein müssen.
Smarte Entwicklungen
Seit einiger Zeit werden die Geräte auch immer „intelligenter“. „Smarte, vernetzbare Waschmaschinen lassen sich in ein Energiemanagementsystem einbinden. Solche Systeme erkennen etwa, wann die Photovoltaikanlage auf dem Dach Strom produziert, und starten dann passend dazu das Waschprogramm. Das funktioniert auch, wenn Verbraucher flexible Stromtarife nutzen. Dann beginnt die Waschmaschine – je nach Auslastung des Stromnetzes – zu laufen. So können Verbraucher „ihre Stromkosten beim Waschen reduzieren, indem sie den Strom dann nutzen, wenn er günstig ist." Interessant für viele Käufer dürfte auch die automatische Dosierhilfe sein. Moderne Waschmaschinen mit diesem Feature können den Waschmittelbedarf bei der jeweiligen Beladung selbst ermitteln und gegebenenfalls sogar das passende Programm auswählen.
Erschienen am 03.05.2025 in der Tiroler Tageszeitung
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