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So erblüht der heimische Garten auch ohne Regen

Die richtige Bewässerungsstrategie und Bepflanzung hilft dem Garten, besser Trockenperioden zu übertauchen.

Die richtige Bewässerungsstrategie und Bepflanzung hilft dem Garten, besser Trockenperioden zu übertauchen.

 

Berlin – Bleibt es draußen trocken, freut das viele Menschen. Den Pflanzen fehlt der Regen aber über kurz oder lang – auch und gerade im Garten. Das hat Folgen: schlaffe Blätter, Blattverlust oder Schädlingsbefall.

Das A und O ist das richtige Gießen. Beim Gießen ist die Menge entscheidend, nicht die Häufigkeit. So empfehlen Experten, den Boden einmal durchdringend zu wässern, damit das Wasser in tiefere Bodenschichten vordringen kann. Wird dagegen oft und nur wenig gegossen, bekommen tiefere Bodenschichten nicht ausreichend Wasser.

Und das sind die wichtigsten Bewässerungstipps für unterschiedliche Gartenpflanzen:

Zierpflanzen und Stauden: Zierpflanzen und Stauden müssen regelmäßig und gleichmäßig bewässert werden. Sie mögen es weder zu trocken noch zu feucht. Stauden, die Trockenheit gut vertragen, sind etwa Graslilien, Goldhaaraster oder Sandnelke.

Gemüse: Gemüsepflanzen vertragen Trockenheit nicht. Es sollte direkt am Boden gewässert und nicht auf die Pflanzen gegossen werden. Der Gemüsegarten wird am besten am Morgen bewässert.


Gemüsepflanzen sollten morgens direkt am Boden gegossen werden.

Obstgehölze: Bei Wassermangel drohen schlaffe Blätter und vermehrter Schädlingsbefall. Ein Baum wird nicht am Stamm gegossen, sondern im Bereich des äußeren Kronenrandes. Dort befinden sich die feinen Wurzeln, die das Wasser am besten aufnehmen.

Auch sollte man über einen Boden nachdenken, der das Wasser besser speichert. Im Gemüsegarten ist es sinnvoll, den Boden mit Humus anzureichern, da er Wasser speichern kann. Eine Schicht aus Mulch im Gemüsebeet oder unter Gehölzen kann den Boden außerdem vor schneller Verdunstung schützen.

Viele Pflanzen ziehen viel Wasser? Falsch gedacht. Durch Pflanzenvielfalt im Garten lässt sich das Mikroklima verbessern und das Risiko minimieren, dass der Garten vertrocknet. So kann eine Hecke aus heimischen Gehölzen Wind abhalten und Schatten spenden. Die Pflanzen hinter der Hecke sind geschützt und verlieren weniger Wasser durch Verdunstung.

Das gilt auch für den Rasen: Ein zu kurzer Rasen mit nur wenigen Gräserarten gibt bei anhaltender Trockenheit schnell auf. Daher gilt: Lieber weniger mähen und auch Wildkräuter am besten stehen lassen.

Die günstigste und beste Art, den Garten zu bewässern, ist Regenwasser. Der Klassiker dafür ist die Regentonne, aber auch mit anderen Gefäßen kann man Regen auffangen. Wird viel Wasser benötigt, kann eine Zisterne eingegraben werden.

Erschienen am 19.04.2025 in der Tiroler Tageszeitung.

 

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