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Jeder Raum braucht anderes Licht

Warm, kalt, hell oder gedämpft: Licht schafft Atmosphäre. Und nur mit der richtigen Lichtplanung wird Wohnen wirklich gemütlich.

Warm, kalt, hell oder gedämpft: Licht schafft Atmosphäre. Und nur mit der richtigen Lichtplanung wird Wohnen wirklich gemütlich.

 

Darmstadt/Hildesheim – Wer über eine neue Beleuchtung nachdenkt, sollte sich nicht nur auf die Leuchte konzentrieren. „Beleuchtung ergibt sich nicht nur aus dem elektrischen Licht, sondern ist immer ein Zusammenspiel mit den Oberflächen“, sagt Cornelia Moosmann, Professorin an der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim. Während helle Oberflächen das Licht gleichmäßig verteilen, sorgen dunkle Flächen für eine ungleichmäßige Beleuchtung im Raum. Unter Umständen sind dann mehr Lichtquellen sinnvoll. Für eine gemütliche Atmosphäre eignet sich diffuses, weicheres Licht. Für detailreiche Arbeiten – etwa Handarbeiten oder Modellbau – ist eher hartes, gerichtetes Licht geeignet. Eine Mischung im Raum ist meist ideal. Je mehr Tageslicht in den Raum kommt, desto weniger Beleuchtung braucht man tagsüber.

Die wichtigsten Fachbegriffe beim Lampenkauf: Lumen gibt die Lichtmenge an. Kelvin bezieht sich auf die Farbtemperatur. Ra-Indexbezeichnet zudem die Farbwiedergabe des Leuchtmittels. Sie sorgt dafür, dass eine Tomatensuppe rot und nicht grau aussieht und sollte möglichst über einem Wert von 90 liegen. Tipp: Gemütliches, rötliches Licht hat etwa 2300 Kelvin, während bläuliches Licht etwa 4000 Kelvin hat.

Es gibt drei Beleuchtungsarten: Licht zum Sehen (Allgemeinbeleuchtung), Licht zum Hinsehen (etwa zum Lesen) und Licht zum Ansehen für dekorative Zwecke. Mischt man diese drei Beleuchtungsarten, entsteht eine angenehme Raumatmosphäre.

Neben einer warmen Lichtfarbe sorgen auch tief angebrachte Leuchten im Schlafzimmer und Wohnbereich für eine gemütliche Atmosphäre. „Im Schlafzimmer braucht eigentlich nur der Kleiderschrank helles Licht“, sagt Moosmann. Zusätzliches Licht am Bett kann aber sinnvoll sein.

 

Mindestens drei Lichtquellen pro Raum sind empfehlenswert, es können aber auch deutlich mehr sein. Ob bunt zusammengewürfelt oder aus einer Design-Familie bleibt eine persönliche Vorliebe. „In jungen Jahren braucht man erstaunlich wenig Licht. Ab dem 40. Lebensjahr nimmt der Lichtbedarf dann deutlich zu“, sagt Moosmann.

In der Küche braucht es helles Licht, auf Arbeitsflächen mit einer Stärke von mindestens 500 Lux (Lumenpro m²). Wichtig ist zudem die Position der Beleuchtung: Für Arbeitsflächen reicht eine Deckenleuchte meist nicht aus, auch weil der eigene Körper dann Schatten auf die Arbeitsfläche werfen kann – nicht ideal, wenn man dort Lebensmittel schneidet. Stattdessen eignen sich zusätzliche Lichtquellen, die man etwa an der Wand oderunter den Küchenschränken montiert. Übrigens: Sowohl in der Küche als auch im Essbereich ist die Farbwiedergabe des Lichtes essenziell, damit Lebensmittel in künstlichem Licht natürlich erscheinen.

Helles Home-Office

Thema Home-Office: Will man konzentriert arbeiten oder lesen, sollte genug Licht vorhanden sein, damit die Augen nicht zu schnell ermüden. Lampen mit 600 bis 700 Lumen sind dann ideal. Am besten eignet sich zum Arbeiten zudem eine kühle Lichtfarbe. „Da kann auch eine helle Decke einen guten Beitrag leisten, weil sie den Raum noch einmal heller macht und mich aktiver seinlässt“, sagt Moosmann.

Sowohl im Home-Office als auch im Badezimmer kann es sinnvoll sein, auf einen Trend der Lichtindustrie zu setzen: den Tageslichtverlauf. Die Leuchten können sowohl helles, bläulich aktivierendes, als auch rötliches, beruhigendes Licht abgeben und lassen sich individuell einstellen oder reagieren selbstständig auf die Lichtverhältnisse. Im Bad möglichst viele helle Oberflächen und wenig gerichtetes Licht verwenden. Denn Spotts werfen harte Schatten auf das Gesicht, betonen die Falten und erschweren das Schminken.

 

Erschienen am 18.01.2025 in der Tiroler Tageszeitung 

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