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Eine WG mit der besten Freundin

Larissa Ranacher, die frischgebackene Miss Alpin 2024, stammt zwar aus Kärnten, wurde aber vor zwei Jahren studienbedingt zur Tirolerin und teilt mit Freundin Nina eine Wohnung.

Larissa Ranacher, die frischgebackene Miss Alpin 2024, stammt zwar aus Kärnten, wurde aber vor zwei Jahren studienbedingt zur Tirolerin und teilt mit Freundin Nina eine Wohnung.

 

Innsbruck – Wo auch immer Larissa Ranacher ihr endgültiges Domizil festlegt – eine besondere Schärpe wird sie garantiert dorthin begleiten. „Miss Alpin 2024“ steht darauf in großen Lettern. Zu dieser wurde die gebürtige Kärntnerin, die studienbedingt zur Tirolerin wurde, am 12. Oktober gewählt. In Innsbruck, in Sichtweite der Pädagogischen Hochschule, wo sie im fünften Semester eine Ausbildung zur Volksschullehrerin absolviert, befindet sich ihr derzeitiger Wohnraum. Der ein geteilter ist, sie wohnt dort in einer Wohngemeinschaft mit ihrer besten Freundin Nina Gugganig. Die beiden sind seit der Kindheit ein verschworenes Duo. Sie stammen aus der 1200-Einwohner-Gemeinde Flattach im kärntnerischen Mölltal, besuchten dort die Pflichtschule, legten die Matura ab und entschieden sich gemeinsam für den Studienort Innsbruck. Nina wählte allerdings für ein Studium (Int. Wirtschaftswissenschaften) die Uni Innsbruck.

Bei meinem Besuch gab es eine Premiere – Larissa Ranacher hatte ihren ersten „Reindling“, also eine urkärntnerische Kuchenspezialität, gebacken. Und wurde dafür auch von ihrem Freund Michael Mair gelobt, der in Innsbruck weilte, um seine Konzessionsprüfung abzulegen. Im Elternhaus des Osttirolers in Sillian wohnen er und Larissa, wenn diese Ferien hat und sie nicht im heimatlichen Flattach ist.

Doch zurück zum Wohnraum von Larissa und Nina. „Als wir diese 70-Quadratmeter-Wohnung besichtigt haben, war für uns klar: Die nehmen wir“, erzählt Larissa beim Rundgang. Und ergänzt: „Die Lage ist einfach optimal – die Pädagogische Hochschule ist nur einen Katzensprung entfernt, direkt vor der Wohnanlage ist die Bus- und Straßenbahnstation, die Raumeinteilung ist für eine 2er-WG ideal.“

Nicht nur dem gemeinsamen Wohnraum ist ein Balkon vorgelagert, auch jedem der beiden Schlafzimmer ist einer angedockt. Der Küchenblock im offenen Wohn-, Koch- und Essraum war vorhanden, die weitere Einrichtung haben die beiden Mädels gemeinsam ausgesucht. Weiß, geradlinig, praktisch – das sind die Merkmale des gemeinsamen Hausstandes. Blickfang sind Souvenirs von gemeinsamen Urlauben, Spruchtafeln über dem Esstisch, eine riesige Wanduhr sowie Fotoketten mit Bildern von Freunden und Verwandten. Individuell sind logischerweise die Schlafzimmer eingerichtet. In jenem von Larissa ergänzt die Farbe Rosa das Weiß der Möbel. „Es ist ja ein Mädchenzimmer“, lacht die frischgebackene Miss. Den Schrank deckt ein riesiger Spiegel und sorgt damit für eine optische Vergrößerung des Raumes. Die Gitarre ist nicht Zierrat – Larissa spielt dieses Instrument seit ihrer Kindheit, außerdem ist die Gitarre Unterrichtsgegenstand an der Hochschule. Dass in ihrem Zimmer auch die Schärpe und das Miss-Krönchen ihren Platz haben, versteht sich von selbst.

 

Apropos Misswahl: Ihre Anmeldung dazu hat sie selbst vor Freund Michael und Freundin Nina geheim gehalten, diese erfuhren erst davon, als die Kandidatinnen in den Medien vorgestellt wurden. Zur Wahl kamen dann nicht nur die Eltern Margret und Heimo, sondern sogar Oma Ella. „Die war das erste Mal in einer Großstadt wie Innsbruck“, lacht ihre dann zur Miss gekrönte Enkelin. Die jetzige Form der Miss Alpin-Wahl gibt es übrigens erst seit 2020. Wesentliches Bewertungskriterium ist ein von den Kandidatinnen vorzustellendes „Herzensprojekt“. Larissa Ranacher hat sich auch diesbezüglich Pluspunkte geholt. Hier der Kernsatz ihres Statements: „Da mir Kinder sehr am Herzen liegen und ich mir meiner großen Verantwortung als zukünftige Grundschullehrerin bewusst bin, ist es mir sehr wichtig, nicht nur reines Wissen zu vermitteln, sondern vor allem auch Herzensbildung zu fördern. Ich möchte in erster Linie auch den Kindern eine Stimme geben, die aufgrund ihres sozialen Umfelds, ihrer Herkunft oder sonstiger diverser Umstände nicht in der Lage sind, für sich selbst zu sprechen."

 

Erschienen von Peter Hörhager, am 23.11.2024 in der Tiroler Tageszeitung

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