Verblühte Hortensien nicht gleich schneiden
Verblühte Stauden sollte man im Herbst nicht abschneiden, da sie eine wertvolle Nahrungsquelle und Unterschlupf für Insekten und Vögel bieten.
Berlin – Es gibt einen guten Grund, die Blütenbälle und Rispen der Hortensien nicht jetzt im Herbst schon abzuschneiden: Sie zieren auch verwelkt und getrocknet noch lange den Garten. Vor allem aber sind die Schnittkanten ein Gesundheitsrisiko für die Stauden: Über die offenen Stellen können sich die Pflanzen mit Krankheiten infizieren. Daher rät die Initiative Magical Hydrangea, ein Zusammenschluss europäischer Hortensien-Züchter, „unbedingt“ vom Abschneiden der Blüten vor dem Winter ab. Stattdessen solle man verwelkte und trockene Hortensienblüten erst im Frühjahr entfernen.
Grundsätzlich wird bei vielen abgeblühten Stauden geraten, diese nicht im Herbst zurückzuschneiden. Zum einen sind die schönen Samenstände eine Zierde. Vor allem sind die Stauden wichtig für die Natur: Vögel können sich von den Samenständen ernähren. Einige Insekten finden in den Stauden einen Unterschlupf für die Winterzeit, zum Beispiel verziehen sich Florfliegen und Marienkäfer in hohle Stängel. Diese Triebe also bis zum nächsten Frühjahr stehen zu lassen, helfe wesentlich mehr Arten als die üblichen kauf- oder bastelbaren Insektenhotels, erläutert der Naturschutzbund Deutschland.
Erschienen am 14.09.2024 in der Tiroler Tageszeitung
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