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Daneben und doch mittendrin

Sidetables und Sideboards sind als Einrichtungsgegenstände essenziell und unverzichtbar, nicht nur wenn einen die Aufräumwut packt.

Sidetables und Sideboards sind als Einrichtungsgegenstände essenziell und unverzichtbar, nicht nur wenn einen die Aufräumwut packt.

 

Innsbruck – Natürlich sind ausgefallene Möbel eine wunderbare Sache, aber meist sind diese Eyecatcher preislich abgehoben und: Man stolpert auch eher nur per Zufall drüber. So etwa in der Mailänder Galerie Dimore, wo man zeitgenössisches Design und Spezialeditionen findet. Bekannt wurde die Galerie vor Jahren für die Dekonstruktion von Möbeln des 19. Jahrhunderts, deren Einzelteile neu zusammengepuzzelt und mit zeitgenössischen Materialien versetzt wurden. Ein niederer Tisch aus hell lackiertem Holz mit einem asymmetrischen, rotierenden Einsatz aus dunklem Walnussholz und eben solchen possierlichen Löwenfüßen war ein Renner. Fast zu schön, um darauf auch nur irgendetwas abzulegen.

Da tut man sich bei den Eichenholztischchen „Story“ von Bolia schon leichter, denn es geht doch um Ablageflächen und Stauraum – zwei Themenkreise, die man bei Bolia wunderbar bedient. Perfekt für alles, was man verstauen möchte, sind auf jeden Fall Sideboards. Vom Geschirr bis zur Tischwäsche, von Ordnern bis zu Schachteln und Gramuri, von Fotoapparaten samt Zubehör bis zu Hanteln, Malutensilien oder Nähzeug. Sideboards sind multifunktional und können zudem mit tollen Vasen, Skulpturen oder auch Büchern gekrönt werden. Letzteres ist auch ein perfektes Thema für Sidetables.


Auch Hocker können toll als Sidetable genutzt werden.

Die edlen Versionen von VIPP haben ein perfektes Innenleben – in ihnen kann man so gut wie alles, was herumliegt, verschwinden lassen; in sehr reduziertem Design ohne Schnickschnack. In dieselbe Richtung tendieren die Modulmöbel „Frame“, die auf einen vom Kubismus inspirierten Entwurf aus dem Jahr 1943 des dänischen Architekten Mogens Lasse zurückgehen und heute bei der dänischen Marke AUDO zu finden sind. Ebendort gibt es auch mit dem „Volume Side Table“ ein sehr zeitgenössisches Beistelltischchen, das in jedwedes Ambiente passt. Einerseits glatt und modern aus Aluminium hergestellt, kommt es als Fast-Würfel daher – allerdings mit zweikurvigen Seitenlinien, die erstaunen, vielleicht irritieren, im Endeffekt aber begeistern.

Bei Normann Copenhagen hat man aktuell die „Rib Collection“ um ein niederes Sideboard und eine Kommode erweitert. Die Schubladen haben trapezförmige, sehr schön gearbeitete Holzpaneele, die einerseits das skandinavische Designethos signalisieren und andererseits vom Charme der nordischen Sommerhäuser der 1960er Jahre erzählen. Übrigens: Simon Legald zeichnet dafür verantwortlich. Sehr konträr ist „One step up“, quasi eine Leiterversion von Francis Cayouette, aus naturbelassenem Eschenholz.

Ebenfalls bei Normann Copenhagen, wo man auch dem „Pine Table“, der mit seinem skulpturalen Design entzückt und der nordischen Avantgarde das Wort redet, zwei fast bunte Versionen zur Seite stellt: in zartem Blassrosa und hellem Grün. Für all jene, die ihrem Interieur „a pop of colour“ verleihen wollen. Farbräusche sehen zwar hierzulande anders aus, aber als Ablageflächen hätte man gerne mehrere von diesen Tischen, die so herrlich dem simplen skandinavischen Stil entsprechen und zugleich sehr avantgardistisch sind.

Von Ursula Philadelphy, erschienen am 24.08.2024 in der Tiroler Tageszeitung

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