Immobilien suchen in Tirol:

Detailsuche

Damit das Bad auch im Alter noch Freude bereitet

Im Bad lauern viele Gefahren für ältere Menschen. Mit überschaubarem Aufwand kann es sicher und komfortabel gestaltet werden.

Im Bad lauern viele Gefahren für ältere Menschen. Mit überschaubarem Aufwand kann es sicher und komfortabel gestaltet werden.

 

Berlin, München – Einschränkungen im Alter kommen oft schleichend und zeigen sich nicht selten besonders im Badezimmer. Das Beste in so einem Fall ist ein barrierearmes Bad. Und dafür braucht man nicht einmal ein riesengroßes Badezimmer. „Selbst auf diesen kleinen Flächen lässt sich mit geschickter Planung ein barrierefreies oder zumindest altersgerechtes Badezimmergestalten“, meint Jens Wischmann, Geschäftsführer der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft in Bonn (VDS).

Wichtig ist, so viel Raum zu schaffen, dass sich die Bewohner auch mit einem Rollstuhl oder Gehhilfen gut darin bewegen können. Wird es dafür im Bad zu eng, kann zum Beispiel auf die Badewanne verzichtet und stattdessen eine bodengleiche oder bodenähnliche Dusche eingebaut werden.

Sollen Rohre und Leitungen neu verlegt werden, lassen sich große Eingriffe in Wand oder Boden vermeiden, wenn Vorwandinstallationen mit stabilen Verkleidungsplatten genutzt werden. Solche Tragsysteme aus Metall sind sehr stabil und bieten auch Möglichkeiten zur Befestigung von Stütz- und Haltegriffen, zum Beispiel neben dem WC und Waschtisch.

Werden Elemente wie Waschtisch oder WC so angeordnet, dass sich Bewegungsflächen überlagern, wird noch einmal Platz gewonnen. Der Durchgang bei Badtüren sollte, wenn möglich, auf mindestens 80, besser 90 Zentimeter verbreitert werden.

„Praktisch und platzsparend sind multifunktionale Produkte, zum Beispiel Waschtische mit Haltegriffen oder Relingsysteme, die einfach zum Festhalten, aber auch zum Aufhängen von Handtüchern oder zum Einhängen von Duschsitzen genutzt werden können“, sagt Jens Wischmann.


Haltegriffe beim WC, ein unterfahrbarer Waschtisch oder ein Hocker – und das alles passend zum Design des Bades.

Mit höhenverstellbaren Waschtischen und Toiletten kommen alle Bewohnerinnen und Bewohner gleichermaßen gut zurecht. Ein unterfahrbarer Waschtisch erleichtert die Benutzung im Rollstuhl, aber auch das Sitzen auf einem Hocker. Und eine Armatur mit herausziehbarem Schlauch und Duschkopf am Waschtisch empfinden viele ältere Menschen als angenehmen Komfort beim Haarewaschen.

Sinnvoll kann es auch sein, den Spiegel möglichst direkt über dem Waschtisch zu platzieren und gut auszuleuchten. Viel Licht ist ohnehin das A und O im Bad. Es darf aber nicht zu grell sein und sollte nicht im ganzen Bad reflektieren. „Fliesen an den Wänden und am Boden sollten eher matt als glänzend sein, damit sie nicht blenden“, rät Jens Wischmann.

Unverzichtbar für die Sicherheit im Bad ist ein rutschfester Boden, auch in der Dusche. Es wird empfohlen, spezielle Fliesen zu verlegen, die auch bei Nässe noch trittsicher sind und sich somit für Duschen eignen, etwa die Bodenklasse R 11B. Je höher der R-Wert ist, desto rutschhemmender ist die Fliese.

Am besten ist es, für die Planung des Umbaus Fachleute hinzuzuziehen, die sich auf dem Markt der Sanitärprodukte auskennen.

Erschienen am 13.07.2024 in der Tiroler Tageszeitung

Einfach und schnell inserieren
ab 26,90 €
Alle Preise inkl. MwSt.