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Grenzenlos wohnen ohne Mauern

Kochen, essen, arbeiten: Früher gab es verschiedene Räume für verschiedene Aktivitäten. Designer Joel Booy und seine Frau Kate stellten auf der Möbelmesse in Köln eine offene Wohnvision vor.

 

Grenzenlos Wohnen

 

Ein offenes Wohnkonzept, bei dem Bereiche wie Küche, Wohn-, Ess- und Arbeitszimmer fließend ineinander übergehen ohne richtige Wände. So sieht die neue Wohnvision aus. Es gibt nur insgesamt vier Zonen, die jeweils passend zur Stimmung und den Bedürfnissen der Bewohner gestaltet sind. Da stehen beispielsweise niedrige Sessel zum Entspannen oder ein Sofa, das mehrer­e Sitzrichtungen zulässt.

Durch die heutigen technischen Möglichkeiten wird die Raumgestaltung freier. So checken wir etwa unsere E-Mails auf dem Handy - sitzen dabei auf dem Sofa, in der Küche oder im Bett. Dadurch verschwimmen die Grenzen: Je nach Tätigkeit, die wir ausüben, übernimmt das Möbelstück und die Umgebung eine andere Funktion. Ist das ein Arbeitszimmer oder ein Esszimmer? Warum strikt trennen? Beides ist möglich, wie der Entwurf veranschaulicht: Ein langer Esstisch, an dem sowohl Bür­o- als auch Essstühle stehen, lädt zu verschiedenen Aktivitäten ein. Die Möbel deuten die Funktion der einzelnen Bereiche an, geben sie aber nicht vor. So ist es nicht verwunderlich, dass es gleich mehrere gemütliche Sitzoptionen gibt. In der Küche kommen die Menschen zusammen, dort wird gekocht, gegessen, gesprochen, gearbeitet. Und steigen in der Küche nicht oft wirklich die besten Partys?

In Zukunft werden Gemeinschaftsorte ihm zufolge auch in einer kleinen Einheit zentralisiert: Eine kleine Dorfgemeinschaft werde im Mehrfamilienhaus nachgebildet. Es gibt keine klassische Einbauküche, sondern verschiedene Blöcke, die vereinzelt stehen. Sie sind nach einzelnen Arbeitsabläufen aufgeteilt - waschen, vorbereiten, kochen, servieren. Interessantes Detail: Der gekachelte Boden geht dabei in den Korpus der Küchenschränke über. Separat sind nur intime Bereiche, etwa das Schlafzimmer, das mit geflochtenen, drehbaren Trennwänden vom Bad und Wohnbereich abtrennbar ist. Und es gibt eine zurückgezogene Zone, die weder von außen noch innen einsehbar ist. Sie versteckt sich hinter einer grünen Pflanzenwand. Es ist wichtig sich im Wohnraum mit Natur­elementen und Pflanzen zu umgeben. Überall verteilt gibt es Anspielungen - etwa Naturbilder, Pflanzen sowie natürliche Materialien.

Das Zuhause ist ein Ort zum Entspannen. Pflanzen wachsen langsam, sie nehmen Geschwindigkeit raus und holen uns runter.

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